Beethoven für Kinder

    "Der wilde Ludwig" - Eine Hommage an den Komponisten Ludwig van Beethoven für Kinder bis 10, aber auch für so manchen Erwachsenen
    Ausführende: TrioVanBeethoven und Martin Schwanda, Erzähler

    „Der wilde Ludwig“ handelt von Beethoven, dem ersten frei-schaffenden Komponisten seiner Zeit, einem Mann voller Leidenschaft und Ideale.
    Mit sieben Jahren gab er sein erstes öffentliches Konzert, mit elf brach er die Schule ab, und mit dreizehn war er bereits Cembalist und Bratschist in der Bonner Hofkapelle.
    Er war kein einfacher Zeitgenosse - mit seinem Temperament zertrümmerte er sogar manchmal Klaviere, sodass die Klavierbauer anfingen, stabilere Klaviere mit Stahl- statt Holzrahmen und dickeren Saiten zu bauen. Sein lautes Spiel führte immer wieder zu Streitigkeiten mit seinen Vermietern und er musste deshalb häufig die Wohnung wechseln.
    Wie konnte jemand, der bereits ab seinem 30. Lebensjahr immer schlechter hörte und später völlig taub wurde, in seinem Inneren trotzdem immer neue Musik hören und komponieren...?

    Viele Musikbeispiele begleiten die Kinder weiter durch das Programm – sie können die Namen von Musikstücken erraten bzw. neu erfinden („Mondschein-Sonate“, „Die Wut über den verlorenen Groschen“ ...) Sie erfahren, dass damals mit Federkielen geschrieben wurde, wie Beethoven seine Einfälle zunächst in seinen Notizbüchern eintrug, um oft erst viel später aus einer nur winzigen musikalischen Keimzelle ganze Symphonie-Sätze zu bauen. Am Beispiel der berühmten 5. Symphonie können die Kinder direkt heraus-hören, wie oft das berühmte viertönige Anfangs-Motiv wiederkehrt:

    Notenbeispiel 5. Symphonie

    Das Spiel wechselt hin und her zwischen Martin, der mal Erzähler, dann wieder ein wütender Vermieter von Beethoven, oder gar ein Geist ist – und den Musikern, die manchmal auch andere Rollen übernehmen: Das wären dann Mozart (Franz), der beleidigte Haydn (Verena) und der wilde Beethoven (Clemens).
    Am Beispiel des „Gassenhauer-Trios“ erfahren die Kinder, wie sich Beethoven zu einer bekannten Melodie, einem „Hit“ (früher sagte man dazu Gassenhauer), immer neue Veränderungen ausgedacht hat, sogenannte Variationen.
    Martin und das Trio erzählen und spielen Ausschnitte aus der 6. Symphonie („Pastorale“) und laden das Publikum im mitreißenden „Tempo Allegro“ aus dem 3.Satz zum Mittanzen ein.
    Zum Schluss stimmt der ganze Saal in die „Ode an die Freude“ mit ein. Die Idee einer Hymne für die Gleichheit aller Menschen hat Beethoven fast sein ganzes Leben lang beschäftigt, und er hat ihr in seinem wohl berühmtesten Werk, der 9. Symphonie, ein Denkmal gesetzt.

    „Von Herzen, möge es zu Herzen gehen“ (Zitat Ludwig van Beethoven)
    Herzlichst, die „wilden Vier“: Clemens, Verena, Franz und Martin

    Dauer des Programms: 60 Minuten

    Premiere beim Kindermusikfestival St. Gilgen, August 2012