Presse

Radio Österreich 1, 24.02.2017
Ö1 bis zwei - Das TrioVanBeethoven huldigt seinem Namenspatron

Drei Instrumente, die gleichberechtigt in eine selbstvergessene Unterhaltung vertieft sind, so stelle ich mir ein überzeugendes Klaviertrio vor. Respektvoll im Umgang miteinander, den anderen ausreden lassend, ihm die Aufmerksamkeit schenkend, die der Komponist intendiert hat, einen Gedanken aufgreifend, unterstreichend, auch bei aller Rasanz des Tempos einen gemeinsamen Atem zu haben, klar in den Übergängen zu sein, einander Raum für musikantische Agogik zu schenken, kleine Überraschungsmomente, die nur dann funktionieren, wenn jeder nicht nur seine Stimme kann, sondern die gesamte Partitur verinnerlicht hat. Dieser Überprüfung hält die Interpretation des TrioVanBeethoven mit großer Souveränität und Leichtigkeit stand. Mit diesem Volume 4, welches das Trio op. 1/3 enthält, das “Gassenhauer-Trio“ op. 11 und die Variationen op. 44, sind sämtliche Klaviertrios von Beethoven nun eingespielt und liegen auch in einer 4er-Box vor, erschienen bei Gramola. Auch live ist das TrioVanBeethoven heuer im Rahmen seines eigenen Zyklus mit dem Beethoven-Schwerpunkt zu erleben, nächstes Mal im MuTh, dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben, am 6. März, um 19.30.
RENATE BURTSCHER

Musicweb International, November 2016
Rezension
CD des Monats: Ludwig van Beethoven - Klaviertrios Volume 3 (GRAMOLA 99117)

Irgendwie war diese Serie meiner Aufmerksamkeit und der Aufmerksamkeit meiner Rezensenten-Kollegen bei Music Web International entgangen. Zu meiner Verteidigung, als Beobachter des Klaviertrio - Repertoires, kann ich sagen, dass ich unmöglich alle Einspielungen der großen Namen berücksichtigen konnte.
Wenn man ein Ensemble nach einem berühmten Komponisten benennt, besonders nach jenem, mit dem man seine Einspielungen beginnt, dann schafft dies die Erwartung einer „besonderen Beziehung“. Die Violinistin Verena Stourzh hat hier schon Erfahrung, denn sie war Mitglied des Haydn Trio Eisenstadt bis zu dessen Auflösung 2010. Es freut mich berichten zu können, dass das TrioVanBeethoven zumindest in dieser Einspielung eine besondere Beziehung zu dem „Großen“ hat, denn es hat uns eine überragend gute Einspielung vorgelegt.
Beethovens Klaviertrios sind für mich der am wenigsten stürmische, der fröhlichste Teil seines Werks. Dies mag zum Teil mit dem relativ frühen Zeitpunkt ihrer Komposition zusammenhängen. Selbst das letzte und vielleicht größte der Trios,  das „Erzherzog“-Trio op. 97,  wurde in seiner mittleren Periode geschrieben. Es gibt keine Trios parallel zu den bahnbrechenden späten Quartetten und Klaviersonaten.
Die zwei kompletten Werke, die hier präsentiert werden, gehören zu seinen sonnigsten Werken. Die drei Opus 1 Trios sind noch sehr in der Art Haydns und Mozarts gehalten und werden von manchen als geringere Werke betrachtet. Sie mögen noch nicht der reife Beethoven sein, aber ich habe eine große Vorliebe für sie, besonders für Nr. 2. Nr. 6 wird vielleicht von einem chronologisch früheren, dem Geistertrio, und einem chronologisch späteren, dem Erzherzog-Trio, in den Schatten gestellt. Aber es ist trotzdem ein großes Werk.
Mein Maßstab für die Beethoven-Trios ist und bleibt das Florestan Trio, trotz des sehr bemerkenswerten Eindrucks, den mir das TrioVanBeethoven hier gemacht hat.  Die Florestans bieten eine brillante Einspielung, und ich verwende dieses Wort in beiden seiner Bedeutungen: großartig/ausgezeichnet und glitzernd/leuchtend. Das TrioVanBeethoven gibt uns eine freundlichere und geräumigere Interpretation, besonders von Op.1/2, das drei Minuten länger dauert. Das ist ein lächelnder, spielerischer, sogar entspannter Beethoven - Worte, die gewöhnlich nicht auf Beethoven angewendet werden, aber durchaus nicht unpassend bei diesem Werk. Das Trio Nr. 6 wird in ähnlicher Weise gespielt, obgleich der Unterschied zu den Florestans hier geringer ist. Für den Fall, dass Sie anfangen sollten zu glauben, es würde sich hier um altertümliche romantische Darbietungen handeln, möchte ich Ihnen versichern, dass das nicht der Fall ist. Es gibt hierbei keinerlei Schwere, und es ist dem TrioVanBeethoven gelungen, eine Leichtigkeit des Spiels mit einem Sinn für Ruhe zu verbinden. Das Trio bietet eine komplementäre Ansicht zu den Florestans, deren Brillanz manchmal sogar zu blendend sein kann, je nach der eigenen Stimmung.
Die Klangqualität entspricht der Darbietung: unmittelbar, natürlich und ohne äußere Atem- oder mechanische Geräusche. Im informativen Begleitheft wird das Gesamtpaket genannt. Ich kaufe mir nun die Volumes 1 und 2, und ich freue mich auf Volume 4 – möge es nicht zu lange bis zu seinem Erscheinen dauern.
DAVID BARKER   

Westfälischer Anzeiger, 28.10.2016
Frischer Beethoven
Österreichische Musiker begeistern beim Heessener Schlosskonzert  

HAMM  Die erste öffentliche Aufführung des „Erzherzogtrios“ 1814 markierte zugleich das Ende der Pianistenkarriere Ludwig van Beethovens: Seine Taubheit war so weit fortgeschritten, dass er die dynamische Differenzierung nicht mehr wirklich kontrollieren konnte. Clemens Zeilinger, Pianist des „TrioVanBeethoven“, wusste zu Beginn des Heessener Schlosskonzerts am Mittwochabend mit seiner Moderation den Appetit der Zuhörer auf die Musik anzuregen. Mit seinen Partnern Verena Stourzh (Violine) und Franz Ortner (Violoncello) lotete er die Feinheiten der letzten Klaviertrio-Komposition des Meisters aus. […] Zeilingers lyrischer Ansatz verzichtete auf heroische Effekte und betonte stattdessen die breit angelegte Cantabilität. Die drei österreichischen Spitzen-Instrumentalisten sorgten mit hoher Kunst, Geist, Gefühl und Feuer für einen neuen, frischen Blick auf Beethovens Schaffen. Nach diesem intensiven Meilenstein der Klaviertrio- Literatur benötigten sowohl die Künstler – das Werk erforderte rund 45 Minuten vollste Konzentration – als auch das Publikum eine kleine Pause, um sich auf das Folgende einzustimmen. Johannes Brahms Klaviertrio H-Dur ist zugleich seine früheste wie auch späteste Komposition für dieses Format. Lange unzufrieden mit seinem Frühwerk, hatte er schließlich 35 Jahre später eine radikale Umarbeitung vorgenommen. […]  Mit der Interpretation dieses Spätwerks lieferten die Musiker einen Nachweis ihrer ganz besonderen Fähigkeiten: Solistisches wie kammermusikalisches Spitzenniveau, bereichert mit vitaler Gestaltungskraft, feinster Nuancierung, Eindringlichkeit, dabei immer geschmeidig und emotional mitreißend, ergab in der Summe ein geradezu wundervolles Musikerlebnis. Einiges aus der Frühversion, wie das skurrile Scherzo oder der choralartige Beginn des Adagios, hatte vor dem kritischen Ohr des Altmeisters Bestand. So lieferte das Trio eine begnadete Interpretation, die romantischen Überschwang mit Straffung der Form und motivischer Dichte verband. Zum Finale belohnten die Künstler das begeisterte Publikum ganz stimmig mit einem Satz aus Clara Schumanns E-moll Trio, der Brahms über lange Jahre sehr freundschaftlich verbunden war.
WERNER LAUTERBACH

Wiener Zeitung, 20.09.2016
Ludwig van Beethoven: Klaviertrios Vol. 3 (Gramola)
So viel klassische Fröhlichkeit

Nomen est omen: Im Jahr 2011 schlossen sich drei der etablierten Kammermusiker Österreichs zum TrioVanBeethoven zusammen. Der visionären Ader verpflichtet sind hier Ausnahmepianist Clemens Zeilinger (Linz), Spitzenviolinistin Verena Stourzh (bekannt aus ihrer reichen Tätigkeit beim Haydn Trio Eisenstadt) und Franz Ortner (einfühlsamer Meistercellist). Aktuell sind sie unterwegs in einigen der wohl heitersten Vertreter klassischer Dreierformation: Denn so ernst Beethoven in seinen Quartetten war und so absolut seine Klaviersonaten auftreten - so unglaublich erfrischend sind des Wiener Klassikers Klaviertrios. Da kann der kurze, wenig bekannte Allegretto-Satz in B-Dur WoO 39 von 1812 schlichtweg bezaubern - so wie das frühe G-Dur Trio op.1/2 in seiner viersätzigen Perfektion die seinerzeit (1793 entstanden) nahende Entwicklung des Komponisten mitfühlen lässt. Es-Dur op.70/2, das Schwesternwerk zum "Geister-Trio" schließlich lässt die zweifellos begeisterte Hörerschaft in die Meisterschaft der hohen Unterhaltungskunst im kleinen Besetzungsgewand eintauchen. Klassik voller Esprit.
DANIEL WAGNER

Kurier, 28.08.2016
TrioVanBeethoven: Beethoven

Klassik. Das TrioVanBeethoven erweist seinem Namen erneut alle Ehre und bittet bereits zur dritten Runde der Gesamteinspielung aller Werke Ludwig van Beethovens für Klaviertrio. Präzise und sehr vital interpretieren Verena Stourzh (Violine), Clemens Zeilinger (Klavier) und Franz Ortner (Violoncello) u.a. Trio Nr.2 und Nr.6.
PETER JAROLIN

Oberösterreichische Nachrichten, 21.07.2016
Hohe Kunst souveräner Spielkultur
Das "TrioVanBeethoven" gab einen berührenden wie brillanten Abend im Linzer Arkadenhof

Solistisches wie kammermusikalisches Können auf höchstem Niveau charakterisiert das TrioVanBeethoven. Gestaltungskraft, Vitalität und Präsenz bis in die feinsten dynamischen Nuancen zeichnet das Spiel der Geigerin Verena Stourzh aus.
Mit unvergleichlichem Ton in den Kantilenen und dabei überzeugend in der Eindringlichkeit wie Schlichtheit des Spiels agiert der Cellist Franz Ortner.
Prägnant und geschmeidig in der Beherrschung des Instruments, emotional packend und klug in der Interpretation brilliert der Pianist Clemens Zeilinger.
Eröffnungsstück war Beethovens frühes Klaviertrio op. 11, dessen Variationensatz über einen "Gassenhauer" der Oper "Der Korsar aus Liebe" Ideenreichtum und musikantische Spielfreude hören ließ.
Dvoráks "Dumky-Trio", eine Abfolge von introvertierten Klagegesängen, deren elegische Melancholie oft abrupt von tänzerischer Heiterkeit unterbrochen ist, verlangt rasche emotionale Wechsel, Phantasie und technische Brillanz. Qualitäten, die das TrioVanBeethoven vollends einlöste.
Ein Juwel der Kammermusik-Literatur ist das in frühen Jahren begonnene und später radikal veränderte Trio op. 8 von Johannes Brahms. Der vorerst zurückgehaltene und dann gespenstisch dahinjagende Spuk des Scherzos nahm besonders gefangen, der Beginn des choralartigen Adagios im Wechsel zwischen den Streichern und dem Klavier wurde zu einem der vielen eindrucksvoll berührenden Momente des Abends.
KARIN WAGNER

OÖN Bewertung: ******

Neues Volksblatt, 22.09.2015
Brucknerfest: Russisches auch in der Kammermusik

Fast schon zu Hause ist Pianist Clemens Zeilinger im Linzer Brucknerhaus, wo er mit zyklischen Aufführungen (Beethoven, Schubert) oft gefeiert wurde. Am Sonntag kam er mit seinem TrioVanBeethoven zum Brucknerfest, um ein russisches Programm vorzustellen mit seinen ebenbürtigen Partnern Verena Stourzh (Violine) und Franz Ortner (Cello).

Erst seit wenigen Jahren arbeiten sie zusammen, mögen sie noch lange gemeinsam spielen, so groß und harmonisch ist das künstlerische Verständnis füreinander. Die persönliche Virtuosität rangiert immer hinter dem gemeinsam erarbeiteten Inhalt des Stückes. Diesmal war noch dazu eine starke Affinität zur russischen Musik zu spüren, deren Seelentiefe und Melancholie sich in ausdrucksstarker Wiedergabe manifestierten. Kammermusik von Tschaikowsky, Rachmaninow und Schostakowitsch in dieser geballten Ladung ist eher eine Seltenheit im Konzertsaal.

Schostakowitsch hat mit seinen Trios, eins von 1923, das andere 20 Jahre jünger, eine Art Tagebuch in Musik gesetzt, im Frühwerk mit studentischer Inspirationsfülle, später als klagendes Denkmal auf einen verstorbenen Freund, auf jüdische Folklore zurückgreifend. Rachmaninows Trio élégiaque Nr. 1 g-Moll steht für die Trauer über den Tod des Vorbildes Tschaikowsky 1893, dessen 1. Satz Pezzo élégiaque aus dem Klaviertrio op. 50 dem Gedenken an Nikolai Rubinstein gewidmet ist. Für die Ovationen dankte ein elegisches Liedwerk von Michail Glinka.
G. SZELESS

Oberösterreichische Nachrichten, 11.07.2015
Kammermusik-Marathon feinster Art im Mühlviertel

Am Donnerstag eröffnete Clemens Zeilinger am Klavier das Klassik Musikfest Mühlviertel im Schnopfhagen-Stadl in Oberneukirchen, sein zweites als Intendant. Ein Kammermusik-Festival, das vom Programm her höchst interessant gestaltet ist. Nachdem im letzten Jahr das Opus 1 im Zentrum stand, stellt Clemens Zeilinger diesmal zwei Besetzungen in den Mittelpunkt, die aus verschiedenen Abschnitten der Musikgeschichte beleuchtet werden: zum einen das Klaviertrio und zum anderen das Lied. [….]

Und dabei nicht nur der zu erwartende "Mainstream", sondern Stücke, die ganz gezielt das Motto des kleinen, aber äußerst feinen Musikfests trafen – "Freund.Feind / Verliebt.Verwandt". Zum Thema Feind passt Ignaz Pleyels A-Dur-Klaviertrio B.448, das in London nicht ganz uneigennützig als Werk Haydns publiziert wurde und die Freundschaft der beiden Komponisten gehörig ins Wanken brachte. Dieses für diese Zeit typische Werk der kammermusikalischen Unterhaltungsmusik hat das TrioVanBeethoven ausnehmend fein und lusterfüllt musiziert.

Nicht minder das ebenso spielerisch heitere Werk des plagiierenden Kollegen – Haydns C-Dur-Trio Hob.XV:21. Dazwischen genau solche Raritäten, die man lange nicht ernst genommen hat. Zwei der 429 Volksliedbearbeitungen, die Joseph Haydn für den schottischen Verleger George Thomson geschrieben hat und die meist bloß als Gelegenheitsarbeiten abgetan wurden. Dennoch steckt viel Fantasie und Gespür für diese Melodien drinnen – bewusst wird das, wenn Anna Maria Pammer und das TrioVanBeethoven sich dieser Kleinode annehmen. Beethoven übernahm mehr oder weniger den "Job" von Haydn und schrieb immerhin 177 derartige Arrangements – zwei davon wurden ebenso überzeugend von Bea Robein gesungen.

Nach der Pause spielte das TrioVanBeethoven Beethovens letztes Klaviertrio op. 97, das in einer ganz anderen Liga beheimatet ist und nicht mehr als rein unterhaltendes Stück angesehen werden kann. Speziell im Andante erreicht Beethoven eine Meisterschaft der Variationskunst, die auch dem Zuhörer viel abverlangt. Für die großartige Interpretation gab es viel Applaus, wofür sich die Musiker mit dem langsamen Satz aus dem g-Moll-Trio von Clara Schumann nach beinahe drei Stunden bedankten.
MICHAEL WRUSS

OÖN Bewertung: ******

Neues Volksblatt, 13.07.2015
Beziehungsgeflecht auf der Spur
Besonderes Hörerlebnis beim Klassikfest Mühlviertel in Oberneukirchen

Zum zweiten Mal gelingt es Clemens Zeilinger im „Schnopfhagen-Stadel“ ein Festival erlesener Kammermusik zu gestalten. […]
Thematisch findet Zeilinger mit „Freund.Feind.Verliebt.Verwandt“ einen interessanten Faden seiner ausgesuchten Werke, die er als Beziehungsgeflecht zwischen den Komponisten der Wiener Klassik spannt: Haydn/Beethoven oder Haydn/Pleyel, aber auch Beethoven und dessen Freund, Schüler und Förderer Erzherzog Rudolf. Mit dem „TrioVanBeethoven“ versetzten die Musiker gleich am 1. Abend im Stadl mit der gebotenen Kunst des Zusammenspiels die Zuhörerschaft in einen Ausnahmezustand der Begeisterung. War es die Spritzigkeit im Beethoven-Scherzo oder das darauf folgende sanft klingende Cantabile aus dem „Erzherzog-Trio“ oder das sprudelnde Rondo von Pleyel — es wurde mit spürbarer Lust und Hingabe der Musiker zum besonderen Hörerlebnis. […]
CHRISTINE GRUBAUER

Music Web International, 02.05.2015
TrioVanBeethoven’s erfrischender Zugang zum Musizieren

Beethoven, Fribbins, Brahms
TrioVanBeethoven, Hall One, Kings Place, London, 26.04.2015

TrioVanBeethoven’s leidenschaftliche und ernsthafte Darbietung passte ausgezeichnet zur Musik [Fribbins] und das Trio verstand die Gegenüberstellung von expressiven musikalischen Kadenzen, melodischen Episoden, furiosen Passagen, geisterhaften Harmonien und frechen Pizzicati geschickt zu navigieren ...

... eine mehr als glaubwürdige Darbietung des Brahms Trios ...

… das Ensemble spielte durch und durch mit Entschlossenheit und Vitalität …
LEON BOSCH

Bonner General-Anzeiger, 26.08.2014
Feingefühl und Abteilung Attacke
Haydn-Festival in Brühl mit dem "TrioVanBeethoven"

Unter dem Motto "Der Meister und sein Zauberlehrling" war am Sonntag das "TrioVanBeethoven" beim diesjährigen Haydn-Festival in Brühl zu Gast. Geigerin Verena Stourzh war mittlerweile schon mehrere Male in Brühl zu hören, bei den vergangenen Konzerten jedoch mit dem Haydn Trio Eisenstadt und Haydn.
Dessen Klaviertrios standen auch dieses Mal auf dem Programm, war er doch der im Konzerttitel genannte "Meister". Mit seinem Trio C-Dur Hob. XV:21, das er in England komponiert hatte, begann das 2011 gegründete Ensemble den Konzertabend bereits im ersten Satz ausgesprochen munter. Dass es sich bei dem TrioVanBeethoven um drei gleichberechtigte Partner handelt, klang bereits im langsamen Mittelsatz durch, bevor es das erste Werk des Abends verschmitzt und in Anlehnung an englische Country Dances beendete.
Haydns "Zauberlehrling" war Ludwig van Beethoven, dessen Werke in Brühl das Programm ergänzten. Hiermit stellte das Trio nicht nur die Beziehung dieser beiden Komponisten dar, sondern auch eine nicht unerhebliche Entwicklung in der Gattungsgeschichte. So durfte nun in dem folgenden Trio G-Dur op. 1, 2 von Beethoven auch Cellist Franz Ortner ein wenig mehr in den Vordergrund treten. Das Ensemble erwies sich als sehr gut eingespieltes Team - und das, obwohl sie in dieser Besetzung erst seit dem vergangenen Jahr spielen.
So gelangen die verschiedenen Charaktere des Kopfsatzes problemlos und überzeugend, das Largo erklang homogen und höchst expressiv. Auch nach der Pause erklangen noch einmal Werke sowohl von Haydn als auch von Beethoven, was in dieser direkten Gegenüberstellung besonders reizvoll war.
Mit Haydns Trio Es-Dur Hob. XV:29 war nun ein Werk zu hören, in dem sich der Komponist an den deutschen Tänzen seiner Zeit orientiert hatte, was das Trio charmant umsetzte. Mit dem Namensgeber des Ensembles und seinem Trio Es-Dur op. 1, 1 ging der ausgesprochen gelungene Kammermusikabend zu Ende, wobei sich Clemens Zeilinger, Verena Stourzh und Franz Ortner noch einmal als feinfühlige Interpreten erwiesen.
VERENA DÜREN

Oberösterreichische Nachrichten, 12.07.2014
Der kürzeste Weg zum Menschen
Einmaliger Auftakt zum Klassikfest Mühlviertel in Oberneukirchen

Unter dem Motto „Eins“ auf seine Premiere als Intendant anspielend, hat sich Clemens Zeilinger viele Gedanken rund um sein erstes Programm gemacht, das er witzig und charmant persönlich vorstellte. Den Auftakt gab das TrioVanBeethoven: Mit dem Klaviertrio Opus 1 Nr.1 seines 23-jährigen Namensgebers füllten Geigerin Verena Stourzh, Cellist Franz Ortner und der Intendant am Flügel den Saal mit großer Musik, sprühender Lebendigkeit und verinnerlichter Gefühlstiefe. Auch die Sonate des estnisch-österreichischen Zeitgenossen Arvo Pärt ist ein Opus 1 Nr.1: Zeilingers wildem, pausenlos anmutendem Ritt über die Tasten folgte eine schlichte Klang-Meditation. Mit Beethovens „Gassenhauer-Trio“ durfte das Publikum noch  Variationen aus op. 11 genießen…
… Der kürzeste Weg zum Menschen, hieß es in der Eröffnungsrede, sei nicht das Lächeln, sondern die Musik. Dann ist ein einmaliger, mit herzlichem Beifall bedachter Abend gewiss.
KARIN SCHÜTZE

Neues Volksblatt, 12.07.2014
Beethoven - Klaviertrios Vol. 1 (Gramola)

Der Pianist Clemens Zeilinger gründete vor 3 Jahren das TrioVanBeethoven zum Zeichen der Verbundenheit mit den Meistern der Wiener Klassik, gewiss aber auch wegen seiner Liebe zur Kammermusik. Kongeniale Partner sind ihm auf der CD die Geigerin Verena Stourzh und der Cellist Erich Oskar Huetter. Ebenfalls erfahrene Kammermusiker, mit denen Zeilinger ein an Homogenität und gestalterischem Einverständnis kaum zu übertreffendes Ensemble bildet.
Beim TrioVanBeethoven stimmt einfach alles. Nichts klingt gelehrtenhaft überfrachtet oder aufdringlich sentimental. Die Aufnahme beginnt mit dem populären „Geister-Trio“ op. 70/1 (1808), dessen vom auffallend dynamischen Spektrum bestimmten Kontraste von den Musikern vorbildlich herausgearbeitet sind. Es folgt das Klaviertrio Es-Dur WoO 38 des 20-jährigen Beethoven, erkennbar beeinflusst von Mozart und Haydn, eine geniale Talentprobe mit dichtem Klaviersatz. Am Schluss widmet sich das Trio dem ersten Werk aus op. 1: Auch hier sind Haydn und Mozart Vorbilder, was die Interpreten zu einer besonders luftigen und delikaten Auslegung inspirierte. Kammermusikfreunde sollten sich diese CD nicht entgehen lassen.
G. SZELESS

Bühne, 07.01.2014
MUSIKANTISCHER GEIST
Das TrioVanBeethoven spielt Beethoven
Beethoven, Klaviertrios Vol. 1, TrioVanBeethoven (Gramola)

Erst 2011 gründeten der Pianist Clemens Zeilinger, die Geigerin Verena Stourzh und der Cellist Erich Oskar Huetter das TrioVanBeethoven. Dass die drei jungen Musiker allerdings über eine reiche Kammermusikerfahrung verfügen, die viel weiter zurückreicht als bis ins Jahr 2011, macht eine CD deutlich, mit der sie ihre Gesamtaufnahme der Klaviertrios von Beethoven eröffnen. Denn sie verstehen es meisterhaft, einen Dialog zu führen, in dem der Klang der lnstrumente mal auf Konfrontation, mal auf Verschmelzung aus ist. Ob im frühen Es-Dur-Trio, in op. 1/1 oder im Geistertrio - Stilbewusstsein, eine optimale Klangbalance sowie der frische musikantische Geist nehmen sehr für dieses junge Trio ein.
PETER BLAHA

Kleine Zeitung Graz 20.08.2013
Spritzige Subtilität

REIN. Zwei exquisite Streicher, die Geigerin Verena Stourzh und Cellist Erich Oskar Huetter, trugen dazu bei, den gut besuchten Trio-Abend im Sommerrefektorium von Rein zum spannungsgeladenen Musikerlebnis werden zu lassen.
Doch maßgebliche Klangimpulse stammten aus der Verve, dem Impetus und der Feinsinnigkeit des Pianisten Clemens Zeilinger .... aus dem festivaleigenen Steinway klang es überaus nuanciert, farbenreich und, insbesondere in Beethovens Trio op. 1/3 in c-Moll, mit poliert-rhythmischem Feinschliff, hiezu in Felix Mendelssohns d-Moll-Trio op. 49 mit einer solchen technischen Virtuosität, dass einem die Ohren schwitzten. In Franz Liszts eigener Trio-Bearbeitung des Klavierstückes "La vallée d'Obermann" (neuer Titel "Tristia") bewältigte die Geigerin bravourös die eigentlich "unspielbaren" Oktavenpassagen gegen Schluss hin. Der künstlerische Hausherr Erich Oskar der Vielbeschäftigte wiederum wartete mit sonorer Cellofülle auf und bot so, difficile dictu, sogar dem fülligen Flügelklang Paroli. Nur zu logisch, dass der Zuspruch pure Warmherzigkeit übertraf. Weit übertraf.
WALTHER NEUMANN

Kleine Zeitung Graz 15.12.2012
Packende und virtuose Emotionalität

REIN. Mit Leidenschaftlichkeit und Virtuosität musizierte das "TrioVanBeethoven" beim Adventkonzert des "Steirischen Kammermusikfestivals" in Stift Rein. Dessen künstlerischer Leiter, Cellist Erich Oskar Huetter, die Geigerin Verena Stourzh  und der Pianist Clemens Zeilinger präsentierten eine aufwühlende und emotional ergreifende Interpretation von Beethovens "Geistertrio". Lyrische Bögen kontrastierten spannungsreich mit kraftstrotzenden Teilen. Nicht minder packend geriet Schuberts Trio in Es-Dur D 929 - qualvoll zerrissen, melancholisch und tröstlich zugleich. EMS

Kronen Zeitung 24.08.2012
Steirisches Kammermusikfestival, Rein: TrioVanBeethoven

…Nur ein Jahr nach seiner Gründung erweist sich das Klaviertrio als bestens eingespielt. Neben einer intuitiven und flexiblen Temporegie aller besticht die schöne Chemie zwischen den beiden Streichern, deren satter, seelenvoller und differenziert vibrierender Ton eine große klangliche Schnittmenge bildet…

…Große Momente bescherte zuletzt Brahms’ Opus 87 – etwa den vollendet kultivierten, bewegenden Oktaven-Paarlauf von Stourzh und Huetter im Andante con moto, oder das nervös flimmernde, aufwühlende Scherzo.

Kleine Zeitung Graz 24.08.2012
Viel "Reichtum" beim Trio-Abend

REIN. "Reichtum" heißt das heurige Festival-Motto. Ein Trioabend im Refektorium des Stift
Rein traf's zielpunktgenau.
Erst ein Jahr alt ist das "TrioVanBeethoven" mit dem vital zupackenden und trotzdem nie derb
werdenden Pianisten Clemens Zeilinger, der vom Haydn Trio Eisenstadt bekannten Geigerin
Verena Stourzh und dem Cellisten Erich Oskar Huetter.
Das gegenseitige Zuspiel verlief so reibungs-, so makellos, dass es "a echte Freud" war.
Ein (zu) langes Werk des erst 13 Jahre jungen Erich Wolfgang Korngold wurde von Haydn und
Brahms umrahmt. Namensgeber-Zugabe.